Leise Revolution auf vier Rädern
Wer heute beispielsweise auf der Düsseldorfer Schloßstraße unterwegs…
Die Zukunft der Mobilität wird elektrisch. Fortschritte bei Akkus, größere Reichweiten, attraktivere Preise und politische Anreize beschleunigen den Wandel. Entsprechend rasch wächst das Angebot.
Der Polestar 4 verbindet sportlichen Auftritt mit großzügigem Platzangebot.
Wer heute beispielsweise auf der Düsseldorfer Schloßstraße unterwegs ist, bekommt einen Eindruck davon, wie sich Mobilität verändert: Ein Elektroauto steht an einer leistungsstarken Ladesäule, wenige Meter entfernt warten Fahrräder und E-Scooter auf ihre nächsten Nutzer. Eine Bank ergänzt das Angebot und macht die Station zu einem Stück öffentlichen Raums, das nicht nur dem Warten dient. Hier kommen verschiedene Verkehrsmittel zusammen. Mobilitätsstationen sollen solche Angebote miteinander verknüpfen. Das eigene Auto kann ebenso Teil des Systems sein wie das Leihrad oder der Roller. Für Düsseldorf ist das ein praktischer Versuch, die Verkehrswende im Alltag sichtbar zu machen – direkt vor der Haustür.
Dabei verändert sich nicht nur die Technik. Auch das Fahrgefühl wandelt sich. Wer erstmals elektrisch unterwegs ist, bemerkt häufig die Ruhe: kein Aufheulen des Motors beim Anfahren, kein Schalten, kaum Geräusche. Stattdessen setzt sich das Auto nahezu geräuschlos in Bewegung. Gerade in dicht besiedelten Gebieten kann das einen Unterschied machen. Weniger Motorenlärm bedeutet mehr Ruhe für Menschen, die am Straßenrand wohnen, arbeiten oder unterwegs sind.
Die Entwicklung lässt sich längst nicht mehr als Nischenthema abtun. Weltweit wurden 2025 mehr als 20 Millionen Elektroautos verkauft. Damit entfiel ungefähr ein Viertel aller neu zugelassenen Fahrzeuge auf batterieelektrische Modelle. Für 2026 erwartet die Internationale Energieagentur einen weiteren Anstieg auf rund 23 Millionen Fahrzeuge. Auch Deutschland bewegt sich in diese Richtung: Fast jeder fünfte Neuwagen war 2025 ein reines Elektroauto.
An der Schloßstraße zeigt sich, dass neue Technik nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Infrastruktur mitwächst. Eine Ladesäule allein verändert noch keine Stadt. Ein Blick auf aktuelle Modelle zeigt jedoch, wie vielfältig das Angebot inzwischen ist und mit welchen Konzepten die Autobauer den elektrischen Wandel vorantreiben wollen.
Der Polestar 4 geht beim Design einen ungewöhnlichen Weg. Das SUV-Coupé verzichtet auf eine klassische Heckscheibe. Stattdessen überträgt eine Kamera auf dem Dach Bilder auf einen Bildschirm im Innenraum. Das schafft neue Gestaltungsmöglichkeiten und soll den Passagieren im Fond mehr Raum geben. Auch sonst verbindet das Fahrzeug einen sportlichen Auftritt mit einem großzügigen Platzangebot. Im Innenraum wird deutlich, dass Nachhaltigkeit bei Elektroautos zunehmend auch eine Frage der Materialien ist. Beim Polestar 4 kommen unter anderem recycelte Kunststoffe zum Einsatz. Die sogenannte Tailored-Knit-Ausführung der Sitze wird aus recyceltem PET gefertigt und dreidimensional gestrickt. Wer die leistungsstärkere Version mit zwei Motoren wählt, erhält zudem ein Auto, das in 3,8 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt.
Auch bei BMW gibt es ein neues Elektroauto: den BMW i3. Anders als der Name vermuten lässt, ist er nicht der Nachfolger des früheren kompakten BMW i3, sondern ein völlig neues Fahrzeugkonzept. Der neue i3 ist im Grunde die vollelektrische Variante der aktuellen BMW-3er-Generation. Wer beim Namen i3 noch den kleinen außergewöhnlich geformten Elektro-Pionier vor Augen hat, dürfte überrascht sein. Denn der neue i3 ist der BMW 3er – nur eben vollelektrisch. Damit erhält eine der bekanntesten und beliebtesten BMW-Baureihen erstmals ein konsequent elektrisches Gesicht. Mit bis zu 906 Kilometern rein elektrischer WLTP-Reichweite, wegweisender Technologie und BMW-typischer Fahrdynamik markiert die vollelektrische Sportlimousine den Beginn einer neuen Ära. Sportlichkeit, Eleganz und Dynamik sollen dabei erhalten bleiben. Zugleich steht der neue i3 für die nächste BMW-Generation: mit einer neuen Designsprache, innovativer Technologie und einem stärker digital geprägten Fahrerlebnis. „Gerade der Name i3 sorgt im ersten Moment natürlich für Gesprächsstoff“, sagt Thomas Timmermanns, Geschäftsführer des Autohauses Timmermanns. „Viele denken sofort an den ersten BMW i3. Aber diesmal sprechen wir über einen echten 3er – und genau das macht das Fahrzeug so spannend. Ein BMW-Klassiker startet vollelektrisch in eine neue Ära.“ Weitere Informationen zum neuen BMW i3 und zur neuen Generation des BMW 3er gibt es beim Autohaus Timmermanns an den Standorten in Düsseldorf, Kaarst, Nettetal und Neuss. Dort ist er auch als First Edition bestellbar. Der BMW i3 50 xDrive als First Edition bietet einen WLTP-Energieverbrauch kombiniert von 16,1–13,5 kWh/100 km, WLTP-CO₂-Emissionen kombiniert von 0 g/km und ist in die CO₂-Klasse A eingestuft. Die elektrische WLTP-Reichweite beträgt 758 bis 906 Kilometer.

Toyota erweitert ebenfalls sein Elektroangebot. Der C-HR+ richtet sich an Käufer, die einen kompakten Crossover suchen und bei der Antriebstechnik zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen möchten. Angeboten werden Varianten mit Front- oder Allradantrieb sowie unterschiedliche Batteriegrößen. Damit versucht Toyota, verschiedene Ansprüche und Budgets innerhalb einer Baureihe abzudecken. In der stärksten Allradversion bringt der C-HR+ 343 PS beziehungsweise 252 kW auf die Straße. Unter günstigen Bedingungen soll sich der Akku in rund 28 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen.

Bei Volkswagen kommt mit dem ID. Polo ein Elektro-Kleinwagen auf den Markt, der einen vertrauten Namen in die neue Antriebswelt überträgt. Das Konzept verbindet kompakte Außenmaße mit einem vergleichsweise großzügigen Innenraum. Je nach Version sind nach WLTP bis zu 454 Kilometer Reichweite möglich. Hinzukommen Assistenz- und Komfortfunktionen, die bislang eher aus größeren Fahrzeugklassen bekannt waren. Dazu gehört der neue Connected Travel Assist. Funktionen wie das automatische Erkennen von Ampeln oder das Fahren mit nur einem Pedal zeigen, wie stark Software das Fahrerlebnis verändert.

Eine Nummer größer denkt Mercedes-Benz. Die elektrische C-Klasse überträgt die traditionsreiche Modellreihe in eine vollständig neue Antriebswelt. Grundlage ist eine 800-Volt-Technik, die besonders schnelle Ladevorgänge ermöglicht. Die Reichweite soll je nach Ausführung bis zu 762 Kilometer betragen – ein Wert, der zeigt, wie weit sich Elektroautos inzwischen von den ersten Generationen entfernt haben. Auch beim Design will Mercedes nicht vollständig mit der Vergangenheit brechen. Die markante Front mit großem Grill und zentralem Stern bleibt als Erkennungsmerkmal erhalten, wird aber neu interpretiert. Zusammen mit dem Fließheck entsteht eine Limousine, die klassische Mercedes-Elemente mit den Anforderungen eines modernen Elektroautos verbindet.

Aus China kommen ebenfalls immer mehr Modelle auf den europäischen Markt. BYD gehört zu den Herstellern, die besonders schnell expandieren. Ein Beispiel ist der Seal U DM-i. Das Familien-SUV ist als Plug-in-Hybrid ausgelegt und kann einen Teil der täglichen Fahrten elektrisch bewältigen. Nach WLTP sind bis zu 80 Kilometer rein elektrisch vorgesehen, im Stadtverkehr sollen unter günstigen Bedingungen bis zu 113 Kilometer möglich sein. Mit gefülltem Tank und geladenem Akku wird eine Gesamtreichweite von ungefähr 1.000 Kilometern angegeben. Das Konzept richtet sich auch an Fahrer, die den Umstieg auf ein reines Elektroauto noch nicht wagen wollen. Kurze Strecken lassen sich elektrisch zurücklegen, während auf längeren Reisen weiterhin ein Verbrennungsmotor zur Verfügung steht. Neben der Allradversion ist eine Variante mit Frontantrieb erhältlich.

Und dann ist da noch DS Automobiles. Die französische Premiummarke bringt mit dem DS N°7 ein neues SUV auf den Markt, das vor allem mit Komfort und einem auffälligen Auftritt punkten soll. Je nach Ausstattung verändert sich die Gestaltung der Front. Besonders auffällig ist der beleuchtete Bereich des Kühlergrills bei den höher positionierten Varianten. Beim Hybridmodell spielt das elektrische Fahren im Stadtverkehr eine wichtige Rolle. Dort kann der Wagen zeitweise ohne Verbrennungsmotor unterwegs sein. Auf längeren Strecken sollen vor allem Aerodynamik und Komfort für ein entspanntes Fahrerlebnis sorgen. Insgesamt stehen für den DS N°7 vier unterschiedliche Antriebskonzepte zur Auswahl.

So verschieden die Fahrzeuge auch sind, sie erzählen dieselbe Geschichte: Elektromobilität wird vielfältiger. Sie steckt längst nicht mehr nur in kleinen Stadtautos oder futuristisch aussehenden Einzelmodellen. Vom Kleinwagen über das SUV bis zur luxuriösen Limousine reicht inzwischen das Angebot. Auch bei den Antrieben gibt es längst nicht mehr nur eine Lösung.
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