Leise Revolution auf vier Rädern
Wer heute beispielsweise auf der Düsseldorfer Schloßstraße unterwegs…
Die Elektromobilität schreitet voran. Dieses Fazit lässt sich mit Blick auf die neuen Auto-Modelle für das kommende Jahr ziehen. Das bedeutet aber nicht das Aus für den Verbrenner. Vor allem die Hersteller von Sportwagen setzen weiterhin auf ihn. Vom Kleinwagen bis zum Hypercar, von der Familienkutsche bis hin zum sechsstelligen Preissegment ist 2026 alles dabei.
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen, doch die Autohersteller und Menschen, die ein neues Auto kaufen möchten, blicken bereits auf das kommende Jahr. Denn auch 2026 kommen viele neue Fahrzeuge auf den Markt. Wer denkt, dass es sich hierbei nur um Modelle aus Fernost handelt, der irrt. Auch europäische Marken haben viel vor. Sicher ist, dass die E-Mobilität voranschreitet und viele Hersteller verstärkt auf elektrische Antriebe setzen. Was in Ländern wie China beinahe schon an der Tagesordnung ist, nimmt damit auch in Europa im wahrsten Wortsinne Fahrt auf.
Kleinwagen von VW und Smart
VW möchte im kommenden Jahr eine Kleinwagen-Offensive starten und hat dafür auf der IAA in München Anfang September den ID.Cross präsentiert. Der ist zwar ein SUV, wird aber dennoch den Kleinwagen zugerechnet. In der Grundausstattung soll er 28.000 Euro kosten, dafür aber elektrisch fahren. Der Motor bringt es auf 211 PS, die 420 Kilometer schaffen, ehe sie an die Ladesäule müssen. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei familientauglichen 175 km/h. Von Anfang an den Stempel „Kleinwagen“ trägt Smart. Während man in der Vergangenheit versuchte, an Größe zu gewinnen, kehrt man nun zu den Wurzeln zurück. Im nächsten Herbst plant Smart die Einführung des #2 als Nachfolger des Fortwo. Der kleine Zweisitzer wird ein Flitzer für die City. Während Mercedes das Design liefert, kommt die Technik vom Joint-Venture-Partner Geely. Der Preis ist zwar noch nicht bekannt, soll aber im unteren 20.000-Euro-Bereich liegen.
Auch bei den Limousinen tut sich etwas. Volvo bringt gleich zu Jahresbeginn den ES90 auf den Markt. Bereits der Grundpreis liegt bei satten 71.990 Euro, was aber günstiger ist als der Volvo EX90. Dafür gibt es aber zwei Akkus von 92 oder 106 kWh, die im besten Fall bis zu 700 Kilometer Reichweite schaffen. Je nach Modellvariante hat der neue ES90 ein oder zwei Elektromotoren. Doch der Blick vieler Auto-Experten richtet sich dennoch eher Richtung Bayern. Lange hat BMW die sogenannte „Neue Klasse“ angekündigt, bei der es sich um nichts anderes als ein neues Technologiepaket handelt. Im Frühjahr soll sie im neuen BMW-SUV iX3 endlich auf den Markt kommen. Zunächst soll es den iX3 50 xDrive für 68.700 Euro geben, später dann weitere Antriebsvarianten, durch die der Preis sinken soll. Der Fahrer sitzt hinter einem viereckigen Lenkrad, während der Wagen 805 Kilometer weit rollen kann.

SUVs für Fahrspaß
Ein SUV für die gehobene Mittelklasse kommt von Mercedes. Der elektrische GLC 400 hat eine neue 800-Volt-Architektur, aber ein eher traditionelles Design. Einen genauen Preis hat Mercedes bislang nicht genannt, spricht aber von rund 70.000 Euro. Etwas günstiger ist da der Toyota C-HR+ unterwegs. Er kommt im nächsten Frühjahr in den Handel und soll dann unter 40.000 Euro kosten. Statt vieler Touchscreens wie in den meisten anderen modernen Wagen gibt es hier Tasten, die der Fahrer bedienen kann. So haben auch Menschen, die es eher klassisch mögen, leicht, den Einstieg in die Elektromobilität zu finden. Der Toyota C-HR+ eignet sich als Familienauto und ist dank seiner Coupé-Form windschnittig, was den Fahrspaß erhöht. Wer ihn kauft, hat die Wahl zwischen Allrad- und Frontantrieb. Das Basismodell schafft es auf 456 Kilometer mit einer Akkuladung.

Starke V8-Motoren
In den USA sorgen derzeit die Chevrolet Corvette ZR1 und der Ford Mustang GTD für Furore. Beide sind die stärksten ihrer Art und schon nicht mehr den Sportwagen, sondern eher den Hypercars zuzuordnen. Während die Corvette für 178.175 US-Dollar zu haben ist, liegt der Mustang bei 359.900 Euro. Die Corvette sticht mit ihren Werten selbst die Topmodelle von Ferrari und Lamborghini aus. Doch für deutsche Fans solcher Wagen ist sie nichts. Denn sie wird es in Deutschland nicht geben. Anders sieht das beim Mustang aus. Von ihm sollen im Frühjahr einige Dutzend Exemplare hierzulande zu haben sein. Der V8-Motor besitzt 828 PS und schafft es auf 325 km/h. Ebenfalls im sechsstelligen Bereich, aber dennoch günstiger, liegt der neue Aston Martin DB12 S. Zwar ist der genaue Preis noch nicht bekannt, aber Experten schätzen ihn auf rund 260.000 Euro. Das Basismodell gibt es zwar schon länger, doch als S-Modell wird der DB12 nun sportlicher. Ebenfalls mit einem V8-Motor ausgestattet, schaffen die 700 PS 325 km/h.
Bentley hingegen setzt auf Plug-in-Hybride. Die Continental-Familie bekommt dafür neue Antriebe. Der sogenannte Performance-Hybrid hat mit 680 PS ganze 100 PS weniger als die bisherige Ultra-Performance-Version, kostet dafür aber auch 60.000 Euro weniger und kommt dennoch auf 251.000 Euro für das Coupé. Wer den Wagen als Cabrio haben möchte, zahlt 276.100 Euro. Das liegt in etwa in derselben Preiskategorie wie die Preise für die Neuen aus dem Hause Maserati. Zu Jahresbeginn wechselt der MC20 den Namen und nennt sich fortan MCPura. Das Coupé startet dann bei 221.500 Euro und der Spyder bei 256.350 Euro. Dafür gibt es künftig mehr Luxus im Innenraum und mehr Zierrat aus Carbon.
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