Leise Revolution auf vier Rädern
Wer heute beispielsweise auf der Düsseldorfer Schloßstraße unterwegs…
Seit mehr als 175 Jahren bietet das Bischöfliche Internatsgymnasium Collegium Augustinianum Gaesdonck in Goch ganzheitliche Bildung an – mit großem Erfolg.
Kopf. Herz. Charakter. Dieser Dreiklang ist Kern des privaten Internatsgymnasiums Collegium Augustinianum Gaesdonck. Denn an der Gaesdonck, wie sie von Schülern, Lehrern, Erziehern und Ehemaligen liebevoll genannt wird, werden alle drei Aspekte gleichermaßen gefördert: „Unsere Schüler sollen sich zu gebildeten, glücklichen und echten Persönlichkeiten entwickeln“, sagt Dr. Markus Oberdörster, Direktor der Stiftung. Dem dienen an der Gaesdonck, die als staatlich anerkannte Ersatzschule eine interessante Alternative zum Regelschulbetrieb ist, zahlreiche Faktoren. Einer davon ist bereits ihre ungewöhnliche Lage: Die Internats- und Schulgemeinschaft findet sich in Goch, direkt an der Grenze zu den Niederlanden, in ruhiger, ländlicher Umgebung.

Dort, eingebettet in großzügige Parkanlagen, präsentiert sich das Schulgelände in einer gelungenen Mischung aus Tradition und Moderne. Denn das Internatsgymnasium Collegium Augustinianum Gaesdonck ist aus einem mittelalterlichen Kloster hervorgegangen und blickt auf eine mittlerweile mehr als 175-jährige Geschichte als Bildungseinrichtung zurück. So begegnen sich auf dem Campus die eindrucksvolle mittelalterliche Architektur des ehemaligen Klosters und moderne Wohn- und Schulgebäude mit aktueller technischer Ausstattung. Außerdem ist der Campus Schauplatz zahlreicher Angebote, mit denen die Schüler ihre Freizeit positiv gestalten können – ob musikalisch, künstlerisch, sozial oder sportlich. Beispielsweise lädt ein kleiner See zum Verweilen oder Paddeln ein, zwei Turnhallen, ein Schwimmbad, vier eigene Tennis- sowie Fußball- und Beachvolleyballplätze können genauso genutzt werden wie eine Trainingshalle für Karate und Selbstverteidigung, eine angegliederte Reithalle und in den Ferienzeiten sogar eine eigene Berghütte im Schweizer Wallis. Musikübungsräume und Kunstateliers für Malerei und Bildhauerei inspirieren dazu, musisch aktiv zu werden. Und nicht zuletzt dient eine Pfadfinderhütte mit Feuerstelle dem sozialen Wachstum. So trifft man allerorten auf dem Gelände junge Menschen, die freudig, klar strukturiert und begleitet von engagierten Pädagogen fürs Leben lernen.

In dieser Lebenswelt können die Schüler – die kleineren geborgen, die größeren zunehmend eigenverantwortlich – zu Menschen heranreifen, die in der Lage und bereit dazu sind, Verantwortung zu übernehmen. „Wir schauen sehr genau hin, wen wir aufnehmen, achten etwa auf eine gute Durchmischung der Schülerschaft – nicht zuletzt durch die aktive Vergabe von Stipendien. Wir sind also keineswegs elitär, sondern von christlichen Werten geprägt. Äußerst wichtig ist uns wertschätzender, respektvoller Umgang, sowohl im Verhältnis der Schüler untereinander als auch in der Interaktion zwischen Schülern und Lehrern“, betont Oberdörster. Schulleiterin Sabine Schleede-Schmalz ergänzt: „Aber vor allem blicken wir auf den Einzelnen: Wir holen jeden dort ab, wo er steht, beraten und begleiten ihn. Das beweist auch die tiefe Verbundenheit, die viele unserer Schüler nach ihrem Abschluss für ihre Gaesdonck empfinden.“
Ob ein Schüler die Gaesdonck nun im Internat oder Tagesinternat oder auch als „Externer“ besucht: Die Bildung in der Gocher Einrichtung, geht weit über das gymnasiale Curriculum hinaus. Ein in vielen Aspekten bundesweit einmaliges Angebot sind etwa die Exzellenz-Kurse in der Oberstufe: Sie bereiten auf akademischem Proseminar-Niveau bereits in der Schule intensiv auf ein Studium oder eine Berufslaufbahn in den Bereichen Architektur, Design, Kunst, Ökonomie und Medizin vor. Aber auch im normalen Unterricht zeigt sich die persönliche Zuwendung: „Gerade in der Oberstufe vereinbaren wir mit jedem Schüler einen individuellen, auf ihn zugeschnittenen Stundenplan“, sagt Schleede-Schmalz. Und fügt hinzu: „Keine Sorge! Bei uns muss keiner perfekt sein. Wir bieten individuelle Förderkonzepte für Stärkere und Schwächere.“

Kein Wunder also, dass die Gaesdonck bei entsprechenden Vergleichen oft unter den Top-Internaten Deutschlands zu finden ist. Auch durch die Qualität seiner Abitur-Ergebnisse besticht das Bischöfliche Internatsgymnasium: Diese liegen an der Gaesdonck seit vielen Jahren kontinuierlich über dem Landesdurchschnitt. „Doch noch entscheidender ist“, sagt Oberdörster, „dass, wer die Gaesdonck absolviert, seine individuelle Talente und Begabungen entfalten kann und entscheidende intellektuelle, kulturelle und soziale Impulse mit auf seinen weiteren Lebensweg nimmt.“
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