Leise Revolution auf vier Rädern
Wer heute beispielsweise auf der Düsseldorfer Schloßstraße unterwegs…
Nach ihrer Premiere im Frühjahr gibt es am 6. und 7. März 2026 die zweite Auflage der Endverbrauchermesse „The Art of Beauty & Health“. Projektleiter Hannes Niemann, bereits seit 2019 für die etablierten, parallel veranstalteten Fachmessen „Beauty“ und „Top Hair“ verantwortlich, spricht im Interview über die Bedeutung der Beautybranche für die Stadt.
Herr Niemann, die Beauty gibt es bereits seit 1992, die Top Hair seit 2006. Welche Bedeutung haben diese Messen für die Stadt Düsseldorf?
Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass Düsseldorf die Beauty-Hauptstadt Deutschlands ist. Viele Unternehmen wie beispielsweise L’Oreal, Henkel, Douglas, Dior oder Shiseido haben hier ihren Unternehmenssitz. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr hat darüber hinaus ergeben, dass Düsseldorf die höchste Dichte an Kosmetikstudios und Friseursalons in Deutschland hat. Und wichtig für die Messe ist natürlich auch das Einzugsgebiet mit rund 20 Millionen Menschen. Davon profitieren Beauty und Top Hair.
Profitiert der Wirtschaftsstandort Düsseldorf auch von den beiden Messen?
Ja, Beauty und Top Hair sind tolle Eigenveranstaltungen! Als jährlich stattfindende Messen sind sie ein fester gesetzter Termin und seit Jahrzehnten sehr erfolgreich – auch und gerade für den Wirtschaftsstandort Düsseldorf. Hotellerie, Gastronomie und Taxiunternehmen profitieren, insbesondere auch von den vielen internationalen Gästen, die in der Regel länger als einen Tag bleiben. Aber auch nationale Besucher lassen Geld in der Stadt. Natürlich gibt es viele Messen, die Terminkalender werden immer voller, deshalb bleiben sicher manche Besucher auch nur einen Tag, um schnell wieder im Studio oder Salon zu sein. Es ist eher so, dass Unternehmen sich ganz gezielt auf Veranstaltungen fokussieren, die ihnen wirklich wichtig sind.

Und die Beauty gehört dazu?
Ganz genau, die Beauty ist das absolute Highlight für die Branche, insbesondere der persönliche Kontakt ist wichtig. Viele Besucher haben neue Produkte vielleicht schon online gesehen und wollen sie auf der Messe testen, ausprobieren und vergleichen, also mit allen Sinnen erleben. Zudem spielen der Networking-Charakter und die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten eine wichtige Rolle. Wir bieten Vorträge, Workshops und Masterclasses an, sodass die Besucher nach der Messe absolut up to date in ihrer Branche sind.

Wie kam es dazu, die neue Messe The Art of Beauty & Health ins Leben zu rufen?
Schon länger gab es Überlegungen, wie sich eine Endverbrauchermesse sinnvoll umsetzen lässt. Das Konzept ist dann tatsächlich in der Corona-Pandemie entstanden und wurde seitdem weiterentwickelt. Das Ziel war und ist es, jeder Marke die Ansprache verschiedener Zielgruppen – Friseure, Kosmetikstudios, Endverbraucher – zu ermöglichen. Daraus bilden sich dann natürlich auch Synergien. Die Endverbraucher sind heutzutage bestens informiert, etwa über Inhaltsstoffe oder darüber, was ein Produkt kann. Sie können ihre Wunschprodukte natürlich online bestellen, aber bei uns können sie mit der Marke vor Ort in den direkten Austausch gehen. Die Messe hat ein großes Einzugsgebiet mit Tausenden beautybegeisterten Endverbrauchern, die zur Messe kommen, sich informieren, vielleicht nebenbei noch den einen oder anderen Brand Ambassador treffen – und ein tolles Erlebnis haben.
Welche Verbindung sehen Sie zwischen Beauty und Health?
Die Themen Schönheit und Gesundheit wachsen immer mehr zusammen, werden ganzheitlich betrachtet. Wer gesund ist, ist auch schön, wobei es nicht nur ums Hautbild geht, sondern um den Gesamtkontext, um das Thema Wellbeing, also allgemeines Wohlbefinden. Dazu gehören beispielsweise auch die Dermatologie und möglicherweise kleine minimalinvasive Eingriffe.

Wollen Sie denn im Rahmen der neuen Endverbrauchermesse auch die Möglichkeit von Botox- oder Hyaluronbehandlungen anbieten, wie sie seit einiger Zeit auf der Beauty üblich sind?
Nein, das bieten wir nicht an, ein solches Angebot ist auch aktuell nicht geplant. Bis der internationale Trend „Botox in der Mittagspause“, wie wir ihn aus den USA oder Brasilien kennen, sich in Europa und hier bei uns wirklich durchgesetzt hat, wird es sicher noch eine Weile dauern. Würde der Wunsch seitens der Aussteller an uns herangetragen, würden wir aber sicher darüber nachdenken.
The Art of Beauty & Health fokussiert sich insbesondere auf NRW. Warum?
Wir freuen uns selbstverständlich, wenn Besucherinnen und Besucher aus anderen Bundesländern oder dem Ausland zu uns kommen, und tatsächlich waren auch einige zur Premiere hier. Aber zunächst einmal liegt der Fokus auf NRW, denn das Einzugsgebiet ist sehr groß. Perspektivisch werden wir den Fokus sicher erweitern, aber das ist ein Prozess. Die Messe war in diesem Jahr übrigens mit insgesamt 3.000 Besuchern ausverkauft. Wir gehen davon aus, auch im kommenden Jahr wieder ausverkauft zu sein. Aktuell haben bereits viele Aussteller zugesagt, sowohl Rückkehrer als auch neue. Mehr als 30 Firmen werden dabei sein, manche auch mit mehreren Marken. Es sind nur noch ganz wenige Plätze frei.

Nach welchen Kriterien haben Sie Aussteller, Speaker und Workshops bei der Premiere ausgewählt?
Wir wollten eine gute Mischung aus herkömmlicher Kosmetik und Naturkosmetik, wobei diese ja längst keine Nische mehr ist, sondern seit Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewinnt und in der breiten Masse angekommen ist. Darüber hinaus hatten wir namhafte Experten als Speaker, die erstklassige Vorträge gehalten haben und für exzellente Masterclasses zur Verfügung standen.
Wie war die erste Ausgabe?
Es war insgesamt eine wirklich tolle Premiere, die bei Ausstellern und Endverbrauchern gleichermaßen gut angekommen ist. Alle sind begeistert! Deshalb soll auch eine jährlich stattfindende Veranstaltung daraus werden, künftig eher größer als kleiner. Der Wunsch der Endverbraucher nach einer solchen Messe war eindeutig vorhanden – und so haben wir nun aus Beauty, Top Hair und The Art of Beauty & Health die perfekte Kombination für alle Bedürfnisse.
Wann startet der Ticketverkauf und was kosten die Tickets?
Der Verkauf hat am 4. Dezember begonnen, die Tickets kosten 49 Euro. Im Preis enthalten ist eine Goodybag mit Produkten im Wert von rund 350 Euro.

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