Leise Revolution auf vier Rädern
Wer heute beispielsweise auf der Düsseldorfer Schloßstraße unterwegs…
Seit 20 Jahren trägt Henkel den „Preis der Diana“ aus. Zum Jubiläum traf sich eine illustre Gesellschaft auf dem Grafenberg.
Dem Ruf von Henkel auf die Galopprennbahn Grafenberg folgt stets ein illustrer Kreis aus Düsseldorfs Stadtprominenz. Der „Preis der Diana“ gilt als prestigeträchtigstes Rennen der Saison. Nicht nur, weil es ein sportlicher Höhepunkt ist. Am Start sind dreijährige Stuten, ausgelobt werden Preisgelder von einer halben Million Euro, die zweithöchste Dotierung eines deutschen Galopprennens. Siegerin 2025 wurde Außenseiterin Nicoreni aus dem Besitz und der Zucht des Gestüts Ebbesloh. Mit ihr überquerte Jockey Leon Wolff nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen über 2.200 Meter als Erster die Ziellinie.
Der begehrte „Preis der Diana“ wird seit 2005 in Düsseldorf ausgetragen. Im Jubiläumsjahr kamen 18.000 Besucher auf den Grafenberg. Sie erlebten spektakuläre Rennen, kulinarische Genüsse und ein buntes Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie. Auch der neue Führring wurde interessiert beäugt. Dort drehen vor jedem Start die Pferde mit ihren Jockeys ihre Runden, umgeben von wettlustigen Menschen, die sich fragen: Auf welche Stute wollen wir setzen? Am Ende bleibt es ein Glücksspiel, man sah schon viele Favoriten scheitern.

Der Henkel-Renntag gilt aber auch seit Anbeginn als gesellschaftliches Ereignis mit Strahlkraft. Herzstück der Veranstaltung ist seit jeher das Teehaus, in das die Ehrengäste geladen sind und von Henkel-Konzernchef Carsten Knobel willkommen geheißen werden. Die meisten kennen sich. Alle lieben die familiäre Atmosphäre auf dem Grafenberg, begrüßen sich freudig und tauschen sich aus. Zu den Stammgästen zählen Christiane und Barbara Oxenfort, Politiker Lutz Lienenkämper und seine Schwester, Rechtsanwältin Monika Lienenkämper.
Ebenso NRW-Innenminister Herbert Reul, der seine zwei Enkelkinder Karl und Anna im Schlepptau hatte. Auch Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und seine Frau Birgitt Geßner sind jedes Jahr dabei. Sie setzten bereits mehrmals auf die Stute mit dem wohlklingendsten Namen – wenn auch nicht immer erfolgreich: „Aber wenn die Experten das schon nicht wissen! Jedenfalls ist der Renntag ein großes sportliches Erlebnis.“ Und Bürgermeisterin Clara Gerlach ergänzte: „Hier sieht man wieder, welche Bedeutung Henkel für unsere Stadt hat.“

Im Gedränge fachsimpelte ein dem Reitsport eng verbundenes Trio: Andrea Höngesberg, Geschäftsführerin des Reiter- und Rennvereins, dessen Vizepräsident Klaus Allofs, der seit Jahrzehnten Pferde züchtet, und Ex-Fortuna-Kicker Axel Bellinghausen, Mitbesitzer eines Wallachs: „Ich bin an jedem Renntag hier und Mitglied des Vereins. Das geht nicht anders, wenn man mit einem Pferdemädchen zusammen ist.“ Uwe und Melanie Willer, das Karnevals-Prinzenpaar 2023, waren zum ersten Mal beim Henkel-Rennen: „Wir wollen gleich wetten, das macht es spannender, aber erst mal müssen wir uns warm machen.“ Gesichtet wurden auch IHK-Präsident Andreas Schmitz, Anwalt Michael Kliemt, Reinhold Hahlhege, neuer Baas des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges, und sein Vorgänger Wolfgang Rolshoven. Für Hahlhege war das Rennereignis eine Premiere.
Er zeigte sich beeindruckt: „Was für eine wunderbare Symbiose von Stadt, Sport und Global Player.“
Wie eine kleine Prinzessin war Stella ausstaffiert, Töchterchen der Profitänzer Renata und Valentin Lusin. „Wann hat man schon mal die Gelegenheit für so ein Kleid?“, fragte ihr Vater und lächelte stolz. Überhaupt hatten sich auf dem gesamten Gelände viele Damen jeglichen Alters fein herausgeputzt, mit und ohne Hut. Einige machten sich Hoffnung auf den Sieg beim Hut-Contest, über den am späteren Nachmittag eine Jury ihr Urteil fällte. Wie auch Moderatorin Sarah Valentina Winkhaus, in einem ähnlichen gepunkteten Kleid mit passendem Hut wie einst Julia Roberts auf der Rennbahn in „Pretty Woman“. Ausgezeichnet wurde schließlich das Kunstwerk in Pink auf dem Kopf von Maria Venskaja aus der Ukraine: „Den Hut habe ich von meiner Großmutter.“
Formel-1-Moderatorin Sarah Valentina Winkhaus (l.) mit TV-Journalistin Tanja Comba

Eine strahlte ganz besonders: Simone Bagel-Trah, Aufsichtsratsvorsitzende des Henkel-Konzerns. „Ein wunderschöner Sonntag“, sagte sie. „Bei diesem Jubiläum denke ich vor allem an die Gründer Peter Michael Endres und Albrecht Woeste. Ich höre oft von unseren Gästen, wie toll es ist, dass wir diese Tradition über so viele Jahre pflegen. So soll es auch bleiben. Eine Konstante, die uns allen guttut. Ich fahre jedes Mal beglückt nach Hause.“

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