Leise Revolution auf vier Rädern
Wer heute beispielsweise auf der Düsseldorfer Schloßstraße unterwegs…
Anlässlich ihres 200-jährigen Bestehens macht die Stadtsparkasse Düsseldorf ihren beiden Kommunen – neben der Landeshauptstadt auch Monheim – ein besonderes Geschenk: eine Nachhaltigkeitsstiftung.
Diese Nachricht fand kürzlich Beachtung: 20 Millionen Euro bringt die Stadtsparkasse Düsseldorf in ihre neu gegründete Nachhaltigkeitsstiftung ein. „Damit übernehmen wir Verantwortung für die Menschen und unsere Umwelt“, sagte Dr. Stefan Dahm, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Düsseldorf, bei der Vorstellung dieses besonderen Geschenks im 200. Jahr des Bestehens der Sparkasse. Die Stiftung fördert nicht nur Projekte, sondern zeichnet sich durch eine Besonderheit aus, die Seltenheitswert hat. Sie sei „eine Einladung an alle, aktiv an der Gestaltung einer klimafreundlichen und lebenswerten Region mitzuwirken“, sagte Dahm.
Die Stiftung baut auf zwei Säulen auf. Zum einen die Förderung von Projekten in den drei Bereichen Klimaschutz, Bildung sowie Wissenschaft und Forschung. Gemeinnützige Organisationen haben die Möglichkeit, Fördermittel für Bildungsprojekte im Bereich Nachhaltigkeit zu beantragen. Im Jahr 2025 stehen hierfür 100.000 Euro zur Verfügung. Zudem fördert die Stiftung technische Maßnahmen zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks gemeinnütziger Organisationen. In der Anfangsphase stellt die Stiftung zusätzliche Mittel zu den bestehenden Förderprogrammen der Stadt Düsseldorf bereit, um mögliche Finanzierungslücken zu schließen. Für das Jahr 2025 sind dafür 150.000 Euro vorgesehen, die unter anderem für Photovoltaikanlagen oder Energieeffizienzprojekte verwendet werden können. Unterstützt wird dies durch die Stadtwerke Düsseldorf. Darüber hinaus stehen für Innovationen und die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in diesem Jahr weitere 60.000 Euro zur Verfügung. Damit sollen der Wissens- und Erfahrungsaustausch gefördert werden.
Die Angebote der Stiftung werden in Kürze auch auf die Stadt Monheim ausgedehnt, die ebenfalls zum Geschäftsgebiet der Stadtsparkasse Düsseldorf gehört. Für die Fördermittel werden die Erträge aus dem Stiftungsvermögen genutzt. Aus diesem könne auch Kapital für größere Projekte verwendet werden, sagte Dahm. Gemeinnützige Initiativen, Einrichtungen und Vereine können schon jetzt Anträge stellen, Informationen dazu gibt es auf der Seite www.sskduesseldorf.de/stiftungnachhaltigkeit.
Die zweite Säule nimmt eine besondere Stellung in der deutschen Stiftungslandschaft ein; die Stadtsparkasse Düsseldorf zählt hier zu den Vorreitern im Sparkassen- und Bankensektor. In einem Modellprojekt können Bürger aktiv an der nachhaltigen Gestaltung der Region mitwirken. „Dafür haben wir ein Format geschaffen, in dem verschiedene gesellschaftliche Gruppen gemeinsam Ideen entwickeln können“, erklärte Dahm. In moderierten Workshops können die Beteiligten Ideen entwickeln, die zum Beispiel Verbesserungen im eigenen Quartier in den Fokus rücken. Die Stiftung unterstützt diese Projekte finanziell. Im ersten Jahr stehen dafür 50.000 Euro bereit, ab dem zweiten Jahr wird dieser Betrag auf 100.000 Euro erhöht. Die Projekte können auch mit bestehenden Strukturen vernetzt werden, „auch kleine Nachbarschaftsinitiativen haben hier Chancen“, führte der Vorstandsvorsitzende weiter aus.

Die Stiftung trifft auf große Resonanz. „Zum 200-jährigen Bestehen setzt die Stadtsparkasse Düsseldorf mit der Gründung dieser Stiftung ein starkes Zeichen für Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung“, betonte Regierungspräsident Thomas Schürmann, der die Stiftungsurkunde an den Sparkassenvorstand mit einem „großen Dankeschön“ überreichte. „Die Stiftung leistet mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für die Zukunft, der sicherlich weit über das Jubiläum hinaus positive Wirkung entfalten wird.“
Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller zeigte sich sehr angetan von der Stiftung. Sie sei „ein hervorragendes Beispiel für das Engagement in der Stadt“ und ein „wegweisendes Geburtstagsgeschenk“, das die Sparkasse der Stadt gebe. Nachhaltigkeit bedeute, eine „lebenswerte und sichere Welt zu erhalten“. Die konkrete Umsetzung von Nachhaltigkeitsthemen finde im lokalen Raum statt. „Wir sind uns in Düsseldorf dieser Verantwortung bewusst und haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt.“ Keller verwies auf den Ausbau von Mobilitätsangeboten, den Düsseldorfer Klimapakt und Bildungsinitiativen für nachhaltige Entwicklung. Die in der Stiftung angestrebte Einbeziehung der Bürger sei ein „wichtiger Grundstein“ und gehe „Hand in Hand mit den städtischen Nachhaltigkeitszielen“.
Nicht nur die Projektförderung unterstützt Nachhaltigkeitsziele. Das Stiftungskapital selbst werde nur in nachhaltige Anlagen investiert, sagte Dahm und fügte abschließend hinzu: „Unsere Region hat das Potenzial, ein Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung zu werden. Dafür braucht es Institutionen, Unternehmen und die Mitwirkung jeder einzelnen Bürgerin und jedes einzelnen Bürgers.“
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