Leise Revolution auf vier Rädern
Wer heute beispielsweise auf der Düsseldorfer Schloßstraße unterwegs…
Wohl jeder kennt ein Rezept, das immer gelingt, immer schmeckt und von Freunden stets gelobt wird. Wir haben fünf prominente Düsseldorfer nach ihren Lieblingsgerichten gefragt und ihnen beim Schnibbeln und Kneten, beim Kochen und Backen über die Schulter geschaut.
„Jeder ist mit Spaghetti bolognese aufgewachsen, deshalb verbindet jeder damit einen ganz persönlichen Geschmack. Ich liebe Spaghetti bolognese, weil das ein Gericht fürs Herz ist, einen immer wärmt und Nudeln für das perfekte Mundgefühl sorgen. Mein Rezept habe ich nach und nach verfeinert: Damit die Sauce bis zum letzten Bissen interessant bleibt, braucht sie mehrere Ebenen. Hinein kommen unter anderem Möhren, Sellerie, Hühnerfond und roter Portwein. On top gibt es noch Kräuter, Parmesan und Balsamico-Creme. Meinen Freunden schmeckt es immer, aber vor allem muss es mir schmecken, und damit ein Essen mir guttut, nehme ich mir Zeit für seine Zubereitung. Eine gute Bolognese kocht übrigens drei Tage, je länger, desto besser.“
Dave Hänsel, TV-Koch und Restaurantberater

„Süßspeisen und insbesondere ein Apfelstrudel gehört wie die Musik zu meinem Leben. Deshalb habe ich mit einer Freundin aus Wien eine Playlist erstellt, die ich immer höre, wenn ich einen Strudel mache. Das geht ganz rasch. Das Familienrezept dafür habe ich von meiner Tante Ingrid, einer tollen Köchin. Wenn ich zu Hause in Österreich bin, nehme ich mir dafür Originalzutaten wie spezielle Semmelbrösel und Teig mit. Einen Strudel machen ist für mich Kindheitserinnerung: Meine Mutter hat den Teig noch selbst gemacht, und ich habe beim Ziehen geholfen. Und er ist ein Stück Heimat. Egal, wo auf der Welt ich bisher gearbeitet habe: Es gab Strudel. Auch mit herzhafter Füllung lieben ihn alle – Freunde wie Familie.“
Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf Duisburg

„Meine Hafermakronen backe ich seit mehr als 30 Jahren. Das Rezept stammt aus einem heute zerfledderten Köllnflocken-Heft, das mir meine Mutter mal mitgegeben hat. Leider zerfließen sie beim Backen immer, aber dadurch werden sie schön knusprig. Ich mache sie immer zu Weihnachten – meine Nichte und mein Neffe fragen aber schon lange vorher danach. Weil das Rezept nicht leicht zu teilen ist, sind es immer um die 20 Bleche, die ich auf einmal backen muss. Aber die Makronen gehen immer weg, auch bei der Fahrt, zu der ich zu meinem 60. Geburtstag in diesem Jahr mit einer der nostalgischen Partybahnen eingeladen hatte. Und wenn Freunde zum großen Muschelessen am vierten Advent zu mir kommen, gibt es sie zum Nachtisch.“
Annette Klinke, Bezirksbürgermeisterin Stadtbezirk 1

„2010 habe ich bei meiner ersten Reise nach Thailand Currys für mich entdeckt. Seitdem versuche ich auf jeder meiner privaten und geschäftlichen Asienreisen, so viele Currys wie möglich zu probieren. Mein Rekord liegt bei fünf während eines langen Flugs. Zu Hause koche ich sie regelmäßig, weil ich im Alltag wenig Fleisch esse. Das Grundrezept ist einfach, man braucht dafür nur Currypaste und Kokosmilch, dazu kommt noch das Gemüse, das ich gerade da habe oder saisonal verfügbar ist. So kann ich passend zu jeder Jahreszeit etwas zaubern, es ist gesund und geht schnell. Das ist ein Essen, mit dem man jeden glücklich machen kann, und unsere Freunde mögen es auch. Allerdings würze ich es für sie nicht ganz so scharf wie für mich.“
Andrea Höngesberg, Geschäftsführerin Düsseldorfer Reiter- und Rennverein

„Mit dem Kochen habe ich 1994 angefangen, als meine Frau Angelika mit unserem Sohn Max schwanger war und viel liegen musste. Anfangs habe ich oft Alfred Biolek nachgekocht, dann aber mein Lieblingsrezept, eine Pasta mit Speck, Erbsen und Minze von Jamie Oliver, entdeckt. Heute bin ich derjenige, der bei uns am meisten kocht. Das ist für mich nach einem anstrengenden Tag ein kleines Entspannungsprogramm, manchmal gibt es ein Glas Weißwein dazu. Aber es darf nicht zu lange dauern, das Essen muss gut schmecken und satt machen. Die Pasta mögen wir alle – unsere Söhne, Max ist Arzt und Paul Musiker – sind oft zum Essen bei uns. Und wenn wir Gäste haben, gibt es einfach zwei Saucen, eine scharfe mit Shrimps und eben die von Oliver.“
Dieter Falk, Musikproduzent und Komponist
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von reCAPTCHA. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen